Blick ins Judentum

Am 15. Tischri (= 9. 10.) begehen die Juden Sukkot. Das Fest beginnt, wie alle jüdischen Feiertage, am Vorabend mit Sonnenuntergang. Sieben Tage lang steht die 40-jährige Wüstenwanderung im Gedenken. Die Laubhütte (= Sukka), im Garten oder auf dem Dach des Hauses errichtet, versammelt die Familie zum gemeinsamen Essen.
In der Antike war Sukkot auch ein Erntedankfest. Daran erinnert heute noch ein Strauß (der Lulav), der aus einem Palmzweig, zwei Myrthenzweigen, drei Weidenzweigen und einer Zitrusfrucht (Etrog) gebunden wird. In der Synagoge wird zum Hallel-Gebet dieser Zweig kräftig geschüttelt.
An den Sukkot-Tagen lädt die jüdische Familie immer neue illustre Gäste der Bibel ein (Uschpisin), berühmte Paare:
Awraham und Sara, Jizchak und Riwka, Jakow und Rachel, Josef und Lea, Mosches und Mirjam, Ahron und Awigal, David und Esther (hier ist die jüdische Schreibweise übernommen). Bei Tisch kommt die Familie im ihren Gästen ins „Gespräch“, dh. sie tauschen sich über deren Bedeutung für heute aus.

In Lauf eines Jahres liest Israel am Schabbat die gesamte Torah, die fünf Bücher Mose je in Abschnitten. Kommt der Text mit Deuteronomium 34,12 zu Ende, wird sowohl das Zu-Ende-Lesen der Torah und der erneute Anfang (aus dem Buch Genesis) in der Synagoge groß gefeiert: Die Torah-Rollen werden durch die Gemeinde getragen und alle stimmen in das Halleluja ein; dies am Freitag, den 17. 10. (= 23. Tischri).

Dtn 34

1 Mose stieg aus den Steppen von Moab hinauf auf den Nebo, den Gipfel des Pisga gegenüber Jericho, und der Herr zeigte ihm das ganze Land. Er zeigte ihm Gilead bis nach Dan hin,

2 ganz Naftali, das Gebiet von Efraim und Manasse, ganz Juda bis zum Mittelmeer,

3 den Negeb und die Jordangegend, den Talgraben von Jericho, der Palmenstadt, bis Zoar.

4 Der Herr sagte zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe mit dem Schwur: Deinen Nachkommen werde ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen schauen lassen. Hinüberziehen wirst du nicht.

5 Danach starb Mose, der Knecht des Herrn, dort in Moab, wie es der Herr bestimmt hatte.

6 Man begrub ihn im Tal, in Moab, gegenüber Bet-Pegor. Bis heute kennt niemand sein Grab.

7 Mose war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb. Sein Auge war noch nicht getrübt, seine Frische war noch nicht geschwunden.

8 Die Israeliten beweinten Mose dreißig Tage lang in den Steppen von Moab. Danach war die Zeit des Weinens und der Klage um Mose beendet.

9 Josua, der Sohn Nuns, war vom Geist der Weisheit erfüllt, denn Mose hatte ihm die Hände aufgelegt. Die Israeliten hörten auf ihn und taten, was der Herr dem Mose aufgetragen hatte.

10 Niemals wieder ist in Israel ein Prophet wie Mose aufgetreten. Ihn hat der Herr Auge in Auge berufen.

11 Keiner ist ihm vergleichbar, wegen all der Zeichen und Wunder, die er in Ägypten im Auftrag des Herrn am Pharao, an seinem ganzen Hof und an seinem ganzen Land getan hat,

12 wegen all der Beweise seiner starken Hand und wegen all der Furcht erregenden und großen Taten, die Mose vor den Augen von ganz Israel vollbracht hat.

Gen 1

1 Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde;

2 die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.

3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.

4 Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis

5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.

6 Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser…

Liebe Pfarrei St. Wolfgang!

Kaplan Franz PfefferEin neues Schuljahr – ein neues Gesicht in der Pfarrei! Nachdem Markus Daschner nun Kaplan in Straubing ist, hat's mich als neuen Kaplan hierher zu Euch verschlagen. Kurz will ich mich deshalb vorstellen:

Mein Name ist Franz Pfeffer, ich bin 28 Jahre und komme aus Plattling. Dort bin ich zusammen mit meinen Brüdern Michael und Matthias (beide 23; Zwillinge) bei meinen Eltern Angela und Franz Pfeffer aufgewachsen.

Nach dem Abitur 2005 im Deggendorfer Robert-Koch-Gymnasium habe ich mich entschlossen, ins Priesterseminar in Regensburg einzutreten. Nicht ganz unschuldig daran ist meine aktive Zeit in der Jugendarbeit meiner Heimatpfarrei: Ich war in der Ministrantenarbeit, im Jugendchor, in der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) und in der Pfarrjugend engagiert. Letztendlich ist dabei Pfarrgemeinde und Kirche für mich zur Heimat geworden und der Glaube an Gott zum festen Fundament in meinem Leben. Was ich damals Gutes erfahren habe, wollte und will ich weitergeben.

Nach vier Jahren Theologiestudium an der Universität Regensburg und einem Jahr in Rom, dem Pastoralkursjahr in der Amberger Pfarrei St. Georg war es 2011 dafür soweit: Ich habe in Cham St. Jakob nach Priesterweihe und Primiz meine ersten tapsigen Schritte in der Pfarrei-Praxis getan. Als Kaplan habe ich versucht mitzuhelfen, Begeisterung für Gott, seine Kirche und die Pfarrgemeinde zu entfachen.

Und nun freue ich mich schon sehr darauf auch hier in Landshut, in St. Wolfgang, in Eure Pfarrei hineinzuwachsen: die Pfarrgemeinde kennen zu lernen, in ihr mitzuleben, das Pfarrleben mitzugestalten, in der Pfarrjugend aktiv zu sein und viele Bekanntschaften zu schließen.

In Vorfreude auf viele Begegnungen…
Euer neuer Kaplan

Franz Pfeffer