Pfingsten – Schawu'ot

Das Pfingstfest wurzelt im jüdischen Fest „Schawu'ot“.

Das Wort bedeutet „Wochen“, es wird sieben Wochen nach Pessach gefeiert. In unserem christlichen Kalender fällt es dieses Jahr auf den 4. Juni 2014.

Schawu'ot ist mit Pessach und Sukkot eines der drei Wallfahrtsfeste. Es versammelte die jüdische Gemeinde aus allen Landesteilen im Tempel von Jerusalem, zum Dank für die eingebrachte Weizenernte.

Ein weitere Wurzel des Festes ist die Überzeugung, dass Gott am Sinai an Schawu'ot dem Volk Israel das Gesetz, die Tora gegeben hat. Daher hat Schawu'ot auch den Namen „Chag Matan Torah“ (Fest der Tora-Gabe).

Die jüdischen Wurzeln finden sich im christlichen Pfingstfest wieder.

Pfingstnovene

Das lateinische Wort novem = neun steckt in diesem Wort: Eine Novene ist ein Zeitraum von neun Tagen, die einer intensiven Bitte gewidmet sind. Dabei ist nicht nur das Anliegen (Intention) gleichbleibend, auch das Gebet pflegt täglich die gleiche Form.

Der Ursprung einer Novene liegt wohl nach Ausweis der Apostelgeschichte in den neun Tagen, die die Apostel nach der Himmelfahrt Christi gemeinsam bis zum Pfingsttag verbrachten. Im Lauf der Zeit haben orthodoxe, anglikanische und lutherische Kirchen dies Praxis übernommen: Um neun Tage lang intensiv um Gottes Heiligen Geist zu beten.

Siehe: Apg 1,13f:

Als sie (vom Ölberg her) in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.

In persönlichen Anliegen und wichtigen Entscheidungen kennen und beten gläubige Menschen ebenfalls Novenen.