Aus dem Judentum

Das Chanukka-Fest vom 25. Kislew bis zum 2. Tewet (in unserem Kalender dieses Jahr vom 17.- 24. 12.

Im Jahr 165 v. Chr. wurde der von den griechischen Soldaten unter Antiochus Epiphanes verunreinigte und damit für den jüdischen Gottesdienst unbrauchbar gemachte Tempel wieder eingeweiht. Das Tempelweihefest (Chanukka) begann am 25. des Monats Kislew und dauerte acht Tage.

Zu Beginn eines jeden Tages - das heißt am Abend voraus - zündet man mit Hilfe des Schamasches, einer Gebrauchskerze, eine Kerze mehr an, bis am 8. Tag acht Kerzen brennen. Die Kerzen erinnern an das Wunder, dass ein kleines Kännchen koscheren Öls, das im entweihten Tempel gefunden wurde, acht Tage - bis neuproduziertes Öl gebracht wurde - brannte.

An den Chanukka-Abenden versammeln sich die Familien mit Freunden zu ausgelassenen Festen. Gegessen werden vor allem in Öl gebackene Speisen wie Krapfen oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus und Sahne und weitere Spezialitäten der jüdischen Küche. Der bei einigen beliebte Brauch, zu Chanukka Gänsebraten zuzubereiten, wird mit dem anfallenden Fett begründet, das man ja auch in Leuchtern verbrennen kann.

Die Chanukkia wird unmittelbar nach Einbruch der Dunkelheit angezündet.

Dabei werden Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt.

Beliebt ist auch das Spiel mit dem Dreidel, einem Kreisel, auf dessen Seiten vier hebräische Schriftzeichen (Nun Gimel He Schin) stehen. Die Schriftzeichen stehen für die Initialen des hebräischen Satzes „Ein großes Wunder geschah dort“ (hebr.: Nes Gadol) Haja Scham). In Israel steht auf den Dreideln heute der Satz: „Nes Gadol Haja Po - Ein großes Wunder geschah hier“.

Während der Chanukkatage erhalten Kinder Geschenke und Süßigkeiten, auch Münzen und werden ermutigt, einen Teil des Geldes für wohltätige Zwecke zu spenden.