Die Arbeiten sind beendet

Der Kirchturm war schwerkrank ...
Der "Patient" Kirchturm litt unter folgenden Krankheiten:Kirchturm

  1. Durch Verwitterung fielen immer mehr Steinbrocken aus der Außenhaut. Besonders die West- und Nordwand waren angegriffen. Viele der Hartbrandsteine waren brüchig geworden.
  2. Das eindringende Wasser hatte mehrere Wandstellen durchnäßt und aufgefroren. Wandteile waren "morsch".
  3. Durch die Schallöffnungen kam ungeschützt Regen und Schnee ins Innere der Glockenstube. Die Motoren der Glocken und die Antriebe der Uhr waren schutzlos der Witterung ausgesetzt. Die vorhandenen Schallöffnungen ließen Regenabweiser nicht zu.
  4. Tauben nisteten zuhauf in der Glockenstube, erzeugteen Mist und verlegten die Regenwasserabläufe. Die vorhandenen Schutznetze waren samt und sonders zerschlissen.
  5. Die Auflager des Glockenstuhls waren durchgefault, sie trugen den Glockenstuhl nicht mehr ausreichend.
  6. Die Joche der Glocke I und II übertrugen die Schwingung bis auf die Fundamente des Turms. Der Schwerpunkt der Glocken lag zu tief.
  7. Die Eisenbewährungen der obersten Turmdecke (sie trägt den Glockenstuhl) lagen zum Teil blank und verrosteten.
  8. Regenwasser lief an den Innenwänden des Turms bis ins Beichtzimmer herab, lies die darunterliegenden Zwischengeschoßdecken faulen und überschwemmte die Lagerräume in den Turmzimmern.
  9. Im Inneren des Turm fiel an vielen Stellen der Putz ab. (siehe Punkt 2)
  10. Morsche Steine und ausgewaschene Fugen fanden sich auch an der Westwand der Kirche.
  11. Vor ca. 15 Jahren hat die Pfarrei mit großem Kostenaufwand Schäden an der Außenhaut des Turms beheben lassen.

Schutzdach
Zur notdürftigen Sicherung vor Steinschlag hatte die Kirchenverwaltung eine Umdachung anbringen lassen und eine umfassende Baufallschätzung in Auftrag gegeben.

Am Turm wurden

  • die Westwand zur Gänze (bis auf eine Höhe von 12,30 m) und
  • die nassen Teile der Nordwand entfernt.
  • dann wurden die Westwand und die Nordwand neu gemauert
  • und der Turm an allen vier Seiten mit eine Schutzmauer (hinterlüftet) umgeben.
  • die notwendigen Arbeiten am Glockenstuhl, an der Dachentwässerung, an den Schallöffnungen und im Inneren des Turms wurden durchgeführt.

Am Zwischengebäude wurden

  • die Trennfugen erneuert und
  • der Zugang fundiert.

Vor der Westwand der Kirche

  • wurde eine Schutzmauer (hinterlüftet) errichtet.

Gesamtkosten der Maßnahme: ca. 1.200.000 DM

Aus der Kirchenverwaltung

Die Kirchenverwaltung hat die Renovierung des Kirchturms und der Westwand der Kirche abgeschlossen.
Kosten 1.091.882,70 DM
Davon aus Kirchensteuermittel: 474.200,00 DM (beantragt und zum Teil schon erhalten)
Eigenleistung der Pfarrei 617.882,70 DM
Wir gehen davon aus, dass die Baumaßnahme am Kirchturm bezahlt ist.
Wir danken allen, die aus der Pfarrei finanziell mitgeholfen haben, für die Zuschüsse aus Kirchensteuermittel, für die umsichtige Bauleitung und die sorgfältige Arbeit der ausführenden Firmen.