Die Bibel - eine Einführung

Kapitel  16/ 16

XVI. Ergänzungen

Eine Gruppe unserer Pfarrei hat das «Jahr der Bibel» zum Anlass genommen, Texte zusammenzutragen, die persönlich als sehr wertvoll empfunden werden. Ebenso fanden sich Bibelstellen, mit denen «nicht viel anzufangen» ist, die eher Ratlosigkeit auslösen. Darf ich Ihnen diese Texte vorlegen, zum eigenen Erwägen?

  • Ich fühle mich geborgen

    «Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.

    Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen, er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Ìõâ ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil,

    denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.

    Du salbst mein Haupt mit Ö1, du füllst mir reichlich den Becher. Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.»

    Ps 23

  • Aber es macht mir Schwierigkeit

    «Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein. Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!»

    Mt 6, 22 .23

  • Gerecht durch Glauben?

    «Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder: Noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche gab es unter euch. Aber ihr seit rein gewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn, und im Geist unseres Gottes.»

    1 Kor 6, 9 - 11

  • Sagen - und - Bedeutung

    «Und während er betete, öffnete sich der Himmel, und der Heilige Geist kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.»

    Lk 3, 21b. 22

  • Eine meiner liebsten Bibelstellen

    «Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.»

    Joh 14, 2 - 3

  • Wie ist das zu verstehen?

    «Wer sich gegenüber seiner Jungfrau ungehörig zu verhalten glaubt, wenn sein Verlangen nach ihr zu stark ist, der soll tun, wozu es ihn drängt, wenn es so sein muss, er sündigt nicht, sie sollen heiraten. Wer aber in seinem Herzen fest bleibt, weil er sich in der Gewalt hat und seinem Trieb nicht ausgeliefert ist, wer also in seinem Herzen entschlossen ist, seine Jungfrau unberührt zu lassen, der handelt richtig. Wer seine Jungfrau heiratet, handelt also richtig, doch wer sie nicht heiratet, handelt besser.»

    1 Kor 7, 36 - 38

  • War ihr Herz verstockt?

    «Gleich darauf forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten. Spät am Abend war das Boot mitten auf dem auf dem See, er aber war allein an Land. Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte aber an ihnen vorübergehen. Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrieen auf. Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und außer sich. Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah, ihr Herz war verstockt.»

    Mk 6, 45 - 52

  • Gern will ich Gott loben- aber wie gehe ich mit Vers 10 und 11 um?

    «Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels unseres Heiles!

    Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern!

    Denn der Herr ist ein großer Gott, ein großer König über allen Göttern.

    In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, sein sind die Gipfel der Berge.

    Sein ist das Meer , das er gemacht hat, das trockene Land, das seine Hände gebildet.

    Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen,

    lasst uns niederknien vor dem Herrn unserem Schöpfer!

    Denn er ist unser Gott, wir sind das Volk seiner Weide, die Herde an seiner Hand geführt.

    Ach würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!

    «Verhärtet euer Herz nicht wie in Meriba, wie in der Wüste am Tag in Massa!

    Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch mein Tun gesehen.»

    Vierzig Jahre war mir dieses Geschlecht zuwider, und ich sagte: «Sie sind ein Volk, das in die Irre geht, denn meine Wege kennen sie nicht.»

    Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht kommen in das Land meiner Ruhe.»

    Ps 95

  • Psalm 63, mein Begleiter durch das Jahr 2003

    «Gott, du mein Gott dich suche ich, meine Seele dürstet nach dir.

    Nach dir schmachtet mein Leib, wie dürres lechzendes Land ohne Wasser.

    Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen. Denn deine Huld ist besser als das Leben; darum preisen dich meine Lippen.

    Ich will dich rühmen mein Leben lang, in deinem Namen die Hände erheben.

    Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele, mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

    Ich denke an dich auf nächtlichem Lager, und sinne über dich nach wenn ich wache. Ja, du wurdest meine Hilfe; jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.

    Meine Seele hängt an dir, deine rechte Hand hält mich fest.»

    Ps 63

  • Warum sollen sie nicht verstehen?

    « Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er:
    Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen. Zu den anderen Menschen aber wird nur in Gleichnissen geredet, denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, und hören und doch nicht verstehen.»

    Lk 8, 9 - 10

  • Lass das Werk unserer Hände gedeihen!

    «Unser Leben währt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt sind es achtzig. Das Beste daran ist nur Mühsal und Beschwer, rasch geht es vorbei, wir fliegen dahin. Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz.»

    Ps 90, 10. 12

  • Das macht mir Mut!

    «Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für euere Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.»

    Mt 11, 28 - 30

  • Was war sein Verbrechen?

    «Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, sie sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.»

    Mt 22, 9 - 14

  • Der Text löst bei mir großes Unverständnis aus.

    Warum halten sich die hohen Vertreter der Kirche nicht an Jesu Worte:

    «Ihr aber sollt euch nicht Meister nennen lassen, auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen ---- auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen...»

    Mt 23, 8 - 11

    Warum hält sich die Kirche nicht daran, man hört immer noch Heiliger Vater ... Eminenz, Exzellenz,.... verleiht die Titel Prälat, Monsignore ….. Jeder, der sich als Diener der Menschen versteht, müsste diese Titel ablehnen!

  • Ich höre das Evangelium über die Wanderung Jesu mit zwei Jüngern nach Emmaus sehr gerne.

    Das Ereignis ist zwar schwer verstehbar, - aber manchmal sind auch unsere Augen und Gefühle gehalten, und wir nehmen nicht wahr, dass Jesus uns begleitet, bzw. uns nahe ist, bis auch uns besondere Erlebnisse Gotteserkenntnis schenken.

    Lk 24, 13

  • Wen spricht dieser Text nicht persönlich an!

    «Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen...»

    Mt 11, 28 - 30